Hedi Bruppacher, Vernissage vom 11. Juli 2018

Schon im achten Lebensjahr, und du wirst bald 88, attestierte man dir ein Talent für bildliche Darstellung. Hast du diese Fähigkeit dein Leben lang gepflegt?

Immer wieder neu, mit Unterbrüchen, wie Kinder betreuen oder als Pflegende.

Hast du je eine Ausbildung für die zwei Hauptarten deines künstlerischen Ausdrucks genossen?

Ja, diverse, z. B. bei Xaver Mettler, Affoltern, im Aquarellieren, bei befreundeter Künstlerin Privatunterricht in Gouache, diverse Kurse in figürlichem Zeichnen, Bauernmalen, Seidenmalen und Batik. Sticken konnte ich schon.

Suchst du aktiv nach Sujets und wo findest du sie?

Beim Spazieren gelange ich zufällig an Sujets für die Malerei. Beim Sticken war der Ausgangspunkt der Bedarf an „Chile-Chüsseli“ für Täuflinge hier in Mettmenstetten. Darauf folgte die Erweiterung in andere Themen, wie Jahreszeiten, Temperamente, etc.

Hast du dir die Zeit für dein Hobby stehlen müssen?

Es war nicht immer leicht, mit Beruf und Familie Zeit zu finden. Trotzdem habe ich einen grossen Fundus geschaffen.

Viele Kunstschaffende können sich von ihren Werken nicht trennen. Wie hast du es?

Keine Frage, alles wird behalten, ich muss noch viel älter werden, um es verschenken zu können.  

Welche Kunstrichtung möchtest du in Zukunft weiterpflegen? Und wie möchtest du das organisieren?

Sticken liegt eher nicht mehr drin.

Jetzt besorge ich mir wieder einen Dreibeinstuhl, dann wird der Rucksack gepackt. Und dann raus ins Gelände! Es warten noch viele schöne Sujets auf mich. Ich bin auf dem Sprung und würde mich auf gleichgesinnte Begleitung freuen.

Interview Manfred Lorch

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